Hupperten Kommunikation
Fake News - Falschmeldungen

Wie gefährlich sind „Fake News“?

 

Wir leben schon lange mit Fake News. Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, haben wir sie schon oft zu unserer Unterhaltung gelesen. Es gibt eine Medienbranche, die „Fake News“ (zu Deutsch „Falschnachrichten“ oder „gefälschte Nachrichten“) seit Jahrzehnten zu ihrem erfolgreichen Geschäftsmodell gemacht hat. Wer kennt sie schließlich nicht oder hat schon mal amüsiert in einer ihrer Magazine herumgeblättert? Prinz Charles und Camilla lassen sich scheiden – in Wahrheit sind sie glücklich verheiratet. Die Yellow Press versorgt die Leserschaft Woche für Woche mit Neuigkeiten über Celebrities und Aristokraten. Schon längst vor dem Aufkommen des Begriffs „Fake News“ hatte sich der Begriff „Boulevardjournalismus“ etabliert.

Fake News werden politisch

Politisch geworden sind „Fake News“ seit der Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten. Das boulevardeske Treiben klingt im Vergleich zu den Fake News, die Angst und Hass schüren, relativ harmlos. Oder täuschen wir uns da vielleicht? Auch die Fake News der Yellow Press können Menschen verletzen und Ressentiments wecken. Das ist dann zum Beispiel der Fall, wenn die Familie des verunglückten Michael Schumacher auf Zeitenschriftentiteln mit ständig neuen und falschen Glücks- oder Schockmeldungen konfrontiert wird.

Unterschied zu sauber recherchierten Nachrichten

Sauber recherchierte Nachrichten sind das Fundament des Journalismus. Sie kosten Zeit und Mühe: Journalisten müssen mit offenen Augen und Ohren durch die Welt gehen, fragen und verstehen, das Gesagte einordnen und es verständlich mit einem „Nachrichtenwert“ zu Papier bringen. Seröse Medien bedienen sich dazu eines Apparats aus Reportern, Redakteuren und Korrespondenten.

So einfach verbreiten sich Fake News…

Wer dagegen eine Lüge in die Welt tragen will, der braucht neben bösartiger Phantasie nicht viel dazu: Einen Computer mit Internetanschluss und einen passenden Hashtag, auf den die anvisierte Zielgruppe anspringt. Die Verbreitung des Inhalts der Fake News erfolgt dann meist wie ein Lauffeuer in den Social Media-Kanälen wie Facebook oder Twitter. Frei von jeder Recherche reisen Fake News mit leichtem Gepäck. Die Website Breitbart News Network vom ehemaligen Berater aus Trumps Team, ist ein Musterexemplar der Fake News-Produktion und -Verbreitung.

Das „Gegengift“ entwickeln

Ich habe mit meinen Studenten im Kurs „Social Media Manager“ bei der Chicocihan Academy die Entstehung von Fake News-Kampagnen im US-Wahlkampf beobachtet und ausgewertet. Wie kann man gezielt mit einer PR-Strategie gegen Fake News vorgehen?
Wir haben dazu einige Lösungsvorschläge zusammengefasst: Das „Gegengift“ liegt in den Sozialen Medien selbst. In jedem Fall ist es ein erster Schritt genauer hinzusehen und sowohl in den sozialen Netzwerken als auch Boulevardblättern mit sorgsam recherchiertem Journalismus dagegenzuhalten. In den Socialen Medien Das Presse- und Persönlichkeitsrecht zwingt die Produzenten von Falschmeldungen zu Eingeständnissen in Form von Gegendarstellungen.
Was ist Ihre Meinung zu dem Thema? Sollte mit neuen schärferen Gesetzen dagegen vorgegangen werden, Falschmeldungen in die Welt zu setzen?